Discussion:
Bewegungsstarre
(zu alt für eine Antwort)
Thomas Rechberger
2011-10-14 11:43:40 UTC
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Raw Message
Mahlzeit!

vor ein paar Monaten fing es an. Ein Fisch hatte plötzlich sowas wie
eine Bewegungsstarre. Dachte mir nichts dabei, vielleicht
Altersschwäche. Dann kurze Zeit später (paar Tage) der nächste. Die
Tiere zeigten vorher keine Auffälligkeiten und waren innerhalb Stunden tot.

Gestern fing es beim größten Schneckenbuntbarsch an. Ich saß noch vor
dem Becken als der Fisch plötzlich mit einem riesen Satz nach vorne
schwimmt aber dann auf dem Bodengrund parkt. Die Atmung ist stark erhöht
ohne das er großartig was macht. Zwischendurch steckte der Fisch
wirklich kopfüber im Sand und machte regelrechte Loopings aber derart
schnell und unkoordiniert das ist nicht normal. Solche hastigen
Bewegungen sieht man eher bei Kämpfen.
Der Fisch schwimmt aber meistens normal waagrecht, knapp über dem
Bodengrund. Aber er parkt immer auf der Stelle.

Was kann das sein, Viren oder Bakterien oder sind die Fische doch
einfach zu alt? Ich weiß nicht wie alt sie sind.
Problem mit Schwimmblase?

Am Wasser sollte es eigentlich nicht liegen, kein Ammoniak oder Nitrit
drin und ich dünge nur etwas Gips weil die GH auf 2°dH ist und ich bei
einem Fisch verkürzte Kiemendeckel gesehen habe.

Optisch sahen die betroffenen Fische normal aus.

Das ganze sieht so aus:
Fische: ca 30-40x N. Multifasciatus Tanganjika Schneckenbuntbarsche
240L brutto
Einrichtung Sand und jede Menge Schneckenhäuser, keine Pflanzen
Wasser wechsele ich alle 2 Wochen die halbe Beckenhöhe, also mehr als 50%.
Gefiltert wird mit 2x Eck HMF über Luftheber.
Beleuchtung sehr schwach sonst würden Algen ausbrechen.
Futter: Trockenfutter (nicht überlagert) 2-3 Sorten, Frostfutter
Mückenlarven, Artemia 1x pro Woche.
Heinz Bastenhorst
2011-10-14 15:29:35 UTC
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Raw Message
Moin,
Post by Thomas Rechberger
Am Wasser sollte es eigentlich nicht liegen, kein Ammoniak oder Nitrit
drin und ich dünge nur etwas Gips weil die GH auf 2°dH ist und ich bei
einem Fisch verkürzte Kiemendeckel gesehen habe.
Also GH von 2 ist IMHO viel zu wenig, der sollte irgendwo im Bereich von
12° dGH liegen.

Gruß
h1
Thomas Rechberger
2011-10-14 16:18:52 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Bastenhorst
Also GH von 2 ist IMHO viel zu wenig, der sollte irgendwo im Bereich von
12° dGH liegen.
Moin

wer sagt das?
Klaus Bartram
2011-10-14 16:52:16 UTC
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Raw Message
"Thomas Rechberger"
Post by Thomas Rechberger
wer sagt das?
zB. Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Münster 1908 e.V.

Zitat

" Als Steine sind Kalksteine bestens geeignet, die sonst in der Aquaristik
wegen ihrer aufhärtenden Wirkung eher verpönt sind. Denn das Wasser sollte
ohnehin recht hart sein - im See liegt die Gesamthärte bei 10-12° dGH und
die Karbonathärte deutlich darüber, zwischen 15 und 18° dKH. Gegebenenfalls
kann eine Filterung über Muschelgruß die Wasserwerte zusätzlich
stabilisieren. Der pH-Wert sollte deutlich über 7, eher bei 8 oder etwas
darüber liegen. Aquarianer, bei denen "Flüssigbeton" aus der Leitung kommt,
sollten daher die Haltung von Tanganjikabarschen in Erwägung ziehen - die
Tiere fühlen sich darin fast wie zuhause..."

Gruss
Klaus

Ps. ohne das jetzt überprüft zu haben
Thomas Rechberger
2011-10-14 18:55:27 UTC
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Raw Message
Post by Klaus Bartram
"Thomas Rechberger"
Post by Thomas Rechberger
wer sagt das?
zB. Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Münster 1908 e.V.
Zitat
" Als Steine sind Kalksteine bestens geeignet, die sonst in der
Aquaristik wegen ihrer aufhärtenden Wirkung eher verpönt sind. Denn das
Wasser sollte ohnehin recht hart sein - im See liegt die Gesamthärte bei
10-12° dGH und die Karbonathärte deutlich darüber, zwischen 15 und 18°
dKH. Gegebenenfalls kann eine Filterung über Muschelgruß die Wasserwerte
zusätzlich stabilisieren. Der pH-Wert sollte deutlich über 7, eher bei 8
oder etwas darüber liegen. Aquarianer, bei denen "Flüssigbeton" aus der
Leitung kommt, sollten daher die Haltung von Tanganjikabarschen in
Erwägung ziehen - die Tiere fühlen sich darin fast wie zuhause..."
Gruss
Klaus
Ps. ohne das jetzt überprüft zu haben
Das Wasser aus dem Tanganjika ist nicht hart was Calcium angeht, dass
ist eher mittelhart. Auch ist es nicht die Karbonathärte, die höher
liegt (das wäre technisch nicht möglich), sondern der Säurebindewert ist
durch Natriumhydrogencarbonat höher. Bei einer Gesamthärte von 10°dH ist
es nicht möglich das die KH höher liegt, weil die KH per Definition nur
Erdalkali wie Calcium und Magnesium umfasst, nicht aber Natrium.

Bei meinem Leitungswasser habe ich einen SBV der 14°dH entspricht und
eben nur GH 2°dH, welche ich mit Gips auf 4°dH erhöhe.
Für wichtiger halte ich jedoch den pH Wert, der liegt bei mir auf über 8.

Ich habe auch schon mit CO2 Zugabe in anderen Becken nie feststellen
können das sich von Marmorsteinen etwas nennenswert gelöst hätte, die GH
ist dadurch nicht gestiegen. Das zähle ich eher zu den Mythen die
umherschwirren.
Heinz Bastenhorst
2011-10-14 22:04:29 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Heinz Bastenhorst
Also GH von 2 ist IMHO viel zu wenig, der sollte irgendwo im Bereich von
12° dGH liegen.
Moin
wer sagt das?
Ich habe das von
<http://www.tanganjikasee-aquarium.de/wasser/werte.html> und auch von
der von Klaus erwähnten Seite gelesen. Außerdem habe ich bei ähnlichen
Werten Lamprologus ocellatus Gold gepflegt. Da mir aber dein Ton
mißfällt und du scheinbar sowieso alles schon weißt, ist hier für mich
eot.
Schönen Tag noch.
Thomas Rechberger
2011-10-14 23:04:29 UTC
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Raw Message
Post by Heinz Bastenhorst
Ich habe das von
<http://www.tanganjikasee-aquarium.de/wasser/werte.html> und auch von
der von Klaus erwähnten Seite gelesen. Außerdem habe ich bei ähnlichen
Werten Lamprologus ocellatus Gold gepflegt. Da mir aber dein Ton
mißfällt und du scheinbar sowieso alles schon weißt, ist hier für mich
eot.
Schönen Tag noch.
Wenn man sowas als Argument anführt, sollte man wenigstens in der Lage
sein zu begründen warum das eine Ursache sein soll.
Norbert Heidbüchel
2011-10-15 10:00:34 UTC
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Raw Message
Hallo,
Post by Thomas Rechberger
Ich saß noch vor
dem Becken als der Fisch plötzlich mit einem riesen Satz nach vorne
schwimmt aber dann auf dem Bodengrund parkt. Die Atmung ist stark erhöht
ohne das er großartig was macht. Zwischendurch steckte der Fisch
wirklich kopfüber im Sand und machte regelrechte Loopings aber derart
schnell und unkoordiniert das ist nicht normal. Solche hastigen
Bewegungen sieht man eher bei Kämpfen.
eine theoretische Möglichkeit wäre eine Verätzung der Kiemen. Mögliche
Ursachen die mir gerade einfallen sind zu niedriger pH-Wert, Behandlung mit
Chloramin-T und zu viel Ammoniak wegen hohem pH-Wert. In diesem Fall also
mal Ammoniak in Betracht ziehen.
--
Grüße
Norbert (Heidbüchel)
Thomas Rechberger
2011-10-15 10:41:08 UTC
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Raw Message
hi
Post by Norbert Heidbüchel
eine theoretische Möglichkeit wäre eine Verätzung der Kiemen. Mögliche
Ursachen die mir gerade einfallen sind zu niedriger pH-Wert, Behandlung mit
Chloramin-T und zu viel Ammoniak wegen hohem pH-Wert. In diesem Fall also
mal Ammoniak in Betracht ziehen.
pH Wert liegt aktuell bei 8,2 da das Wasser stark gepuffert ist und
Ammonium hatte ich per Test max. 0,3mg/L festgestellt.
Die anderen Fische zeigen überhaupt keine Auffälligkeiten.
Norbert Heidbüchel
2011-10-16 10:39:31 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Rechberger
pH Wert liegt aktuell bei 8,2 da das Wasser stark gepuffert ist und
Ammonium hatte ich per Test max. 0,3mg/L festgestellt.
Wenn ich die Tabelle in Krauses Handbuch Aquarienwasser richtig lese ist
bei 0,3mg/L Ammonium und pH 8 der Ammoniakwert mit 0,017 harmlos, bei
0,5mg/L bzw. 0,029 kritisch. Das Ganze bei 24°C. 1° höher bzw. niedriger
bringt 4% höhere oder niedrigere Werte. Völlige Entwarnung sehe ich nicht.
Post by Thomas Rechberger
Die anderen Fische zeigen überhaupt keine Auffälligkeiten.
Meine Panzerwelse bohrten damals auch nicht alle ihre Schnauzen in den
Boden. Außerdem dachte ich, dass es andere Auffälligkeiten wie
Bewegungsstarre und verkürzte Kiemendeckel gab.

Aber es muss ja nicht genau diese Ursache sein. Trotzdem bringt eine Suche
nach Verätzung, Kiemenproblemen usw. vielleicht doch Passendes.
--
Grüße
Norbert (Heidbüchel)
Thomas Rechberger
2011-10-16 11:24:45 UTC
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Raw Message
Post by Norbert Heidbüchel
Post by Thomas Rechberger
pH Wert liegt aktuell bei 8,2 da das Wasser stark gepuffert ist und
Ammonium hatte ich per Test max. 0,3mg/L festgestellt.
Wenn ich die Tabelle in Krauses Handbuch Aquarienwasser richtig lese ist
bei 0,3mg/L Ammonium und pH 8 der Ammoniakwert mit 0,017 harmlos, bei
0,5mg/L bzw. 0,029 kritisch. Das Ganze bei 24°C. 1° höher bzw. niedriger
bringt 4% höhere oder niedrigere Werte. Völlige Entwarnung sehe ich nicht.
Nun bei so hohen pH Werten ist es eben nicht einfach den Ammoniumwert
ohne Pflanzen niedrig zu halten, selbst mit 2 großen Eck HMF. Auf
0,5mg/l war es aber noch nie, dass geht nur wenn der Filter nicht
richtig arbeitet.
Post by Norbert Heidbüchel
Meine Panzerwelse bohrten damals auch nicht alle ihre Schnauzen in den
Boden. Außerdem dachte ich, dass es andere Auffälligkeiten wie
Bewegungsstarre und verkürzte Kiemendeckel gab.
Auffälligkeiten ja, aber nur bei einem Fisch. Und der steckte eben mit
dem Kopf im Boden weil er sich nicht mehr bewegen konnte.
Das mit dem Kiemendeckel habe ich bei einem Jungfisch gesehen und dachte
dabei an Calciummangel.
Post by Norbert Heidbüchel
Aber es muss ja nicht genau diese Ursache sein. Trotzdem bringt eine Suche
nach Verätzung, Kiemenproblemen usw. vielleicht doch Passendes.
Momentan schwimmt der eine Fisch im Eimer mit Furanol und
Leitungswasser. Bewegt immerhin die Brustflossen und schwimmt alle paar
Minuten ein kleines Stückchen weiter aber frisst noch nichts. Die Atmung
scheint besser geworden zu sein.

Was ich mir evtl. noch als Problem vorstellen könnte das die Temperatur
nach Wasserwechsel zu niedrig war, aber tiefer als 22°C sollte es auf
keinen Fall gewesen sein.
Desweiteren habe ich einen zerkleinerten Monringa Samen ins Becken
gegeben, ein paar Tage bevor die Probleme anfingen. Dieser soll ja gegen
Keime und Bakterien wirken. Allerdings konnte ich eben nie eine
Veränderung bei Ammonium und Nitrit feststellen.
Nicht ausgeschlossen wäre natürlich wenn der Ammoniaktest gar nicht mehr
richtig geht.
Thomas Rechberger
2011-10-20 17:57:32 UTC
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Raw Message
Bislang keine Änderung zu sehen. Der Fisch schwimmt zwar wieder normal
aber hängt immer nur am selben Fleck und frisst auch nichts mehr.
Vielleicht ist es doch Altersschwäche.
Harald Maedl
2011-10-21 07:35:24 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Bislang keine Änderung zu sehen. Der Fisch schwimmt zwar wieder normal
aber hängt immer nur am selben Fleck und frisst auch nichts mehr.
Vielleicht ist es doch Altersschwäche.
Ferndiagnosen sind schwierig. Es könnte sich z.B. um die
"Schlafkrankheit" handeln.
Es könnte jedoch auch sein, dass das Wasser zu stark belüftet ist und
eine schwache Form der Gasblasenkrankeit vorliegt. Das könnte man z.B.
mit einem Saturometer überprüfen. Nicht nur Sauerstoff, sondern vor
allem auch Stickstoff kann hier Probleme bereiten. Allerdings glaube ich
das in diesem Fall eher weniger, weil IMHO ansonsten nicht nur einzelne
Fische betroffen sein würden.

Oder dein pH-Wert ist zu hoch. Zuchtformen vertragen nicht selten ihr
ursprüngliches Milieu nicht mehr. In der Folge können daher Schädigungen
z.B. im Kiemenbereich auftreten, wobei der Fisch dann mangels
ausreichender Sauerstoffversorgung sozusagen auf Sparflamme lebt.
Thomas Rechberger
2011-10-21 08:45:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Harald Maedl
Post by Thomas Rechberger
Bislang keine Änderung zu sehen. Der Fisch schwimmt zwar wieder normal
aber hängt immer nur am selben Fleck und frisst auch nichts mehr.
Vielleicht ist es doch Altersschwäche.
Ferndiagnosen sind schwierig. Es könnte sich z.B. um die
"Schlafkrankheit" handeln.
Es könnte jedoch auch sein, dass das Wasser zu stark belüftet ist und
eine schwache Form der Gasblasenkrankeit vorliegt. Das könnte man z.B.
mit einem Saturometer überprüfen. Nicht nur Sauerstoff, sondern vor
allem auch Stickstoff kann hier Probleme bereiten. Allerdings glaube ich
das in diesem Fall eher weniger, weil IMHO ansonsten nicht nur einzelne
Fische betroffen sein würden.
Oder dein pH-Wert ist zu hoch. Zuchtformen vertragen nicht selten ihr
ursprüngliches Milieu nicht mehr. In der Folge können daher Schädigungen
z.B. im Kiemenbereich auftreten, wobei der Fisch dann mangels
ausreichender Sauerstoffversorgung sozusagen auf Sparflamme lebt.
hmmm interessanter Aspekt.
Im großen Becken sind in der Tat 2 große Luftheber. Aber ich dachte
immer das der Sauerstoffgehalt eine relativ geringe Sättigungsgrenze
hat. Mehr als 7mg/l konnte ich nämlich nie messen.
Stickstoff in Form von CO2 ist so gut wie nicht vorhanden, was ja
eigentlich auch nicht optimal ist. Aber entweder hoher pH oder CO2
einleiten, beides geht nicht.
Der pH Wert beim Vorbesitzer war glaube ich auch schon um die 8, nur war
das Wasser wesentlich härter. Aber das ist jetzt auch schon über 1 Jahr
her. Angefangen hat alles eigentlich als ich einen Moringasamen*
zerkleinert ins Wasser gab.
Die Schlafkrankheit scheint wohl von Blutegel herzurühren:
http://www.ulmer.de/Krankheiten/Fischkrankheiten-Folge-12,QUlEPTE2MDgmTUlEPTg1Nw.html

*In den Moringasamen sind Stoffe enthalten, die sich mit den
Schwebeteilchen im Wasser binden (koagulieren), wodurch die
Schwebeteilchen schwerer werden und zu Boden sinken.
Weil Bakterien, Viren und Schimmel sich an den Schwebeteilchen binden
werden auch diese durch dieses Prozess abgetötet, wodurch aus
verschmutztem Wasser Trinkwasser entsteht.

Ich habe auch gelesen das das Zeug auf gramnegative und positive
Bakterien wirkt.
Harald Maedl
2011-10-22 13:32:20 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Harald Maedl
Oder dein pH-Wert ist zu hoch. Zuchtformen vertragen nicht selten ihr
ursprüngliches Milieu nicht mehr...
Im großen Becken sind in der Tat 2 große Luftheber. Aber ich dachte
immer das der Sauerstoffgehalt eine relativ geringe Sättigungsgrenze
hat. Mehr als 7mg/l konnte ich nämlich nie messen.
Stickstoff in Form von CO2 ist so gut wie nicht vorhanden, was ja
eigentlich auch nicht optimal ist. Aber entweder hoher pH oder CO2
einleiten, beides geht nicht.
Stickstoff <> CO2, er zeigt sich u.a. in Form von Nitrat, Nitrit,
Ammonium und im alkalischen Bereich besonders als Ammoniak.
Allerdings kann bei übermäßigen Eintrag von Luftsauerstoff durchaus eine
verträgliche Grenze für Luftstickstoff überschritten werden, sofern
dieser nicht schnell genug wieder ausgasen kann.
Post by Thomas Rechberger
... Angefangen hat alles eigentlich als ich einen Moringasamen*
zerkleinert ins Wasser gab...
*In den Moringasamen sind Stoffe enthalten, die sich mit den
Schwebeteilchen im Wasser binden (koagulieren), wodurch die
Schwebeteilchen schwerer werden und zu Boden sinken.
Weil Bakterien, Viren und Schimmel sich an den Schwebeteilchen binden
werden auch diese durch dieses Prozess abgetötet, wodurch aus
verschmutztem Wasser Trinkwasser entsteht.
Ich habe auch gelesen das das Zeug auf gramnegative und positive
Bakterien wirkt.
OK, ich nehme an, du zerkleinerst oder mahlst diese vorher, um die
Oberfläche zu vergrößern? Das Problem mit diesen coagulierten Stoffen
ist, dass sich dort allerlei Schmodder zusammensammelt. Frisst ein Fisch
davon, kann er leicht eine Überdosis an Bakterien, nebst deren im Körper
enthaltenen Toxinen, aufnehmen. Da der Samen überdies Unmengen an
Proteinen enthält, ist es für Fische zudem auch noch verlockend, daran
zu nagen.

Möglicherweise wäre es besser, statt solcher Samen ganz einfach
Tonerde-Pulver (Bentonit) einzustreuen. Das bindet ebenfalls sehr gut,
obgleich ich das bei Aquarien für überflüssig halte. In Teichen hingegen
hat sich das als äußerst wirkungsvolles Bindemittel erwiesen, mit dem es
sehr gut möglich ist, Algen in Schach zu halten.
Thomas Rechberger
2011-10-22 14:49:53 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Harald Maedl
Oder dein pH-Wert ist zu hoch. Zuchtformen vertragen nicht selten ihr
ursprüngliches Milieu nicht mehr...
Im großen Becken sind in der Tat 2 große Luftheber. Aber ich dachte
immer das der Sauerstoffgehalt eine relativ geringe Sättigungsgrenze
hat. Mehr als 7mg/l konnte ich nämlich nie messen.
Stickstoff in Form von CO2 ist so gut wie nicht vorhanden, was ja
eigentlich auch nicht optimal ist. Aber entweder hoher pH oder CO2
einleiten, beides geht nicht.
Stickstoff<> CO2, er zeigt sich u.a. in Form von Nitrat, Nitrit,
Ammonium und im alkalischen Bereich besonders als Ammoniak.
Allerdings kann bei übermäßigen Eintrag von Luftsauerstoff durchaus eine
verträgliche Grenze für Luftstickstoff überschritten werden, sofern
dieser nicht schnell genug wieder ausgasen kann.
Nitrat habe ich zwar nie gemessen aber wenn der Wert zu hoch wäre,
müsste es auch Nitrit geben.
Post by Thomas Rechberger
... Angefangen hat alles eigentlich als ich einen Moringasamen*
zerkleinert ins Wasser gab...
*In den Moringasamen sind Stoffe enthalten, die sich mit den
Schwebeteilchen im Wasser binden (koagulieren), wodurch die
Schwebeteilchen schwerer werden und zu Boden sinken.
Weil Bakterien, Viren und Schimmel sich an den Schwebeteilchen binden
werden auch diese durch dieses Prozess abgetötet, wodurch aus
verschmutztem Wasser Trinkwasser entsteht.
Ich habe auch gelesen das das Zeug auf gramnegative und positive
Bakterien wirkt.
OK, ich nehme an, du zerkleinerst oder mahlst diese vorher, um die
Oberfläche zu vergrößern? Das Problem mit diesen coagulierten Stoffen
ist, dass sich dort allerlei Schmodder zusammensammelt. Frisst ein Fisch
davon, kann er leicht eine Überdosis an Bakterien, nebst deren im Körper
enthaltenen Toxinen, aufnehmen. Da der Samen überdies Unmengen an
Proteinen enthält, ist es für Fische zudem auch noch verlockend, daran
zu nagen.
Möglicherweise wäre es besser, statt solcher Samen ganz einfach
Tonerde-Pulver (Bentonit) einzustreuen. Das bindet ebenfalls sehr gut,
obgleich ich das bei Aquarien für überflüssig halte. In Teichen hingegen
hat sich das als äußerst wirkungsvolles Bindemittel erwiesen, mit dem es
sehr gut möglich ist, Algen in Schach zu halten.
Habe den nichtmal zermahlen, der war noch viel zu weich. Wie Kaugummi.
Eigentlich habe ich den nur reingetan weil mich jemand bat das mal
auszuprobieren.
Bin mir auch ziemlich sicher das die den nicht gefressen haben, die
lutschten zwar kurz drauf rum aber spuckten es derart ruckartig aus
sowas hab ich vorher nie gesehen.

Ich bin zwar kein Fan von solchen Kombinationspräparaten aber nachdem
ich Esha Exit und 2000 verwendet habe, schwimmt der Fisch schonmal
wieder normal rum. Ungewöhnlich vielleicht das er relativ weit oben
schwimmt aber in dem Becken ist die Füllhöhe gerade mal 15cm.

Nur fressen tut er immer noch nichts. Meine Vermutungen gehen aber dahin
das innere Organe bereits beschädigt sind oder er eben zu alt ist.
Christian H. Kuhn
2011-10-22 20:31:27 UTC
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Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Nitrat habe ich zwar nie gemessen aber wenn der Wert zu hoch wäre,
müsste es auch Nitrit geben.
Nein.
Thomas Rechberger
2011-10-22 21:27:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Nitrat habe ich zwar nie gemessen aber wenn der Wert zu hoch wäre,
müsste es auch Nitrit geben.
Nein.
was heisst hier "nein" ?
Christian H. Kuhn
2011-10-22 22:50:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Thomas Rechberger
Nitrat habe ich zwar nie gemessen aber wenn der Wert zu hoch wäre,
müsste es auch Nitrit geben.
Nein.
was heisst hier "nein" ?
Hohe Nitrat-Werte sind problemlos möglich, ohne dass Nitrit für dich
nachweisbar ist.
BStokalski
2011-10-22 23:12:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian H. Kuhn
Post by Thomas Rechberger
Post by Thomas Rechberger
Nitrat habe ich zwar nie gemessen aber wenn der Wert zu hoch wäre,
müsste es auch Nitrit geben.
Nein.
was heisst hier "nein" ?
Hohe Nitrat-Werte sind problemlos möglich, ohne dass Nitrit für dich
nachweisbar ist.
korrekt.
Thomas Rechberger
2011-10-22 23:12:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian H. Kuhn
Post by Thomas Rechberger
Post by Thomas Rechberger
Nitrat habe ich zwar nie gemessen aber wenn der Wert zu hoch wäre,
müsste es auch Nitrit geben.
Nein.
was heisst hier "nein" ?
Hohe Nitrat-Werte sind problemlos möglich, ohne dass Nitrit für dich
nachweisbar ist.
definiere hoch
BStokalski
2011-10-22 23:40:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Christian H. Kuhn
Hohe Nitrat-Werte sind problemlos möglich, ohne dass Nitrit für dich
nachweisbar ist.
definiere hoch
Öh, Du wärest an der Reihe das zu definieren, denn Du hast den Begriff in
<18ly3493s2d6p$***@40tude.net> ins Spiel gebracht.
BStokalski
2011-10-22 23:40:53 UTC
Permalink
Raw Message
<4ea2d812$0$6625$***@newsspool2.vodafone-ip.de>

ist die korrekte MID
Christian H. Kuhn
2011-10-22 23:45:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Christian H. Kuhn
Hohe Nitrat-Werte sind problemlos möglich, ohne dass Nitrit für dich
nachweisbar ist.
definiere hoch
Trinkwasser ist iirc < 50 mg/l, drüber ist hoch. Aus eigener Erfahrung hab
ich 65 gesehen (Leitungswasser 40), mit Ammonium/Ammoniak und Nitrit unter
der Tropftest-Nachweisgrenze. Berichtet wurde mir entsprechendes auch von
90, das verwendete Frischwasser hatte unter 10.

Der Gedanke, wenn Nitrat schnell ansteigt, dass dann auch Nitrit hoch geht,
klingt logisch, aber Nitrobacter ist recht schnell.
Thomas Rechberger
2011-10-23 18:12:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Christian H. Kuhn
Hohe Nitrat-Werte sind problemlos möglich, ohne dass Nitrit für dich
nachweisbar ist.
definiere hoch
Trinkwasser ist iirc< 50 mg/l, drüber ist hoch. Aus eigener Erfahrung hab
ich 65 gesehen (Leitungswasser 40), mit Ammonium/Ammoniak und Nitrit unter
der Tropftest-Nachweisgrenze. Berichtet wurde mir entsprechendes auch von
90, das verwendete Frischwasser hatte unter 10.
Der Gedanke, wenn Nitrat schnell ansteigt, dass dann auch Nitrit hoch geht,
klingt logisch, aber Nitrobacter ist recht schnell.
In der Literatur steht geschrieben, dass wenn Nitrat gewisse Grenzen
erreicht (>100mg/l), der Stickstoffkreislauf gestört ist und Nitrobacter
nicht mehr richtig arbeiten können wegen dem NO3.
Christian H. Kuhn
2011-10-23 20:18:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
In der Literatur steht geschrieben, dass wenn Nitrat gewisse Grenzen
erreicht (>100mg/l), der Stickstoffkreislauf gestört ist und Nitrobacter
nicht mehr richtig arbeiten können wegen dem NO3.
Das will ich der Literatur auch gerne glauben. Die Frage ist halt: ab
welcher Grenze und nach welcher Zeit lässt sich das für uns mit Tropftest
beobachten? Und ab wann wird es für die Fische relevant? Wenn du ein Becken
mit Nitrat 200 mehrere Monate ohne WW stehen lässt, könnte es schon zu einem
messbaren Nitrit-Anstieg kommen. Ausser natürlich, die gewollten Pflanzen
und die Algen fressen das Nitrat weg. Bevor du dann den Nitrit-Anstieg
siehst, hast du längst eine faulende, sauerstoff- und fischfreie Brühe.

Davon abgesehen finde ich keine Literatur, die das behauptet. Das Thema
interessiert mich, kannst du mir eine Quelle nennen?
Thomas Rechberger
2011-10-24 19:39:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian H. Kuhn
Post by Thomas Rechberger
In der Literatur steht geschrieben, dass wenn Nitrat gewisse Grenzen
erreicht (>100mg/l), der Stickstoffkreislauf gestört ist und Nitrobacter
nicht mehr richtig arbeiten können wegen dem NO3.
Das will ich der Literatur auch gerne glauben. Die Frage ist halt: ab
welcher Grenze und nach welcher Zeit lässt sich das für uns mit Tropftest
beobachten? Und ab wann wird es für die Fische relevant? Wenn du ein Becken
mit Nitrat 200 mehrere Monate ohne WW stehen lässt, könnte es schon zu einem
messbaren Nitrit-Anstieg kommen. Ausser natürlich, die gewollten Pflanzen
und die Algen fressen das Nitrat weg. Bevor du dann den Nitrit-Anstieg
siehst, hast du längst eine faulende, sauerstoff- und fischfreie Brühe.
Davon abgesehen finde ich keine Literatur, die das behauptet. Das Thema
interessiert mich, kannst du mir eine Quelle nennen?
Pflanzen und Algen habe ich keine aber mit 2x HMF und ca. 60%
Wasserwechsel alle 2 Wochen sollte das niedrig bleiben.

Erwähnt wird das übrigens im Buch von Roland Bauer, Erkrankungen von
Zierfischen und ich meine auch das Untergasser dies geschrieben hat.

Der Fisch schwimmt übrigens wieder relativ normal aber frisst nichts.
Seltsam ist das er an der Oberfläche schwimmt im Strahl der Pumpe. Auch
die Atmung scheint wieder erhöht zu sein.
Thomas Rechberger
2011-10-26 16:46:40 UTC
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Raw Message
Nun scheint es wieder abwärts zu gehen. Der Kopf hängt 45° nach unten,
wird wohl doch ein Schwimmblasendefekt sein.
Harald Maedl
2011-10-27 20:04:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Nun scheint es wieder abwärts zu gehen. Der Kopf hängt 45° nach unten,
wird wohl doch ein Schwimmblasendefekt sein.
Erlöse das Fischlein, auch wenn es schwerfällt.
Thomas Rechberger
2011-11-08 13:48:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Harald Maedl
Post by Thomas Rechberger
Nun scheint es wieder abwärts zu gehen. Der Kopf hängt 45° nach unten,
wird wohl doch ein Schwimmblasendefekt sein.
Erlöse das Fischlein, auch wenn es schwerfällt.
Der Fisch schwimmt seit ein paar Tagen wieder normal und frisst wieder.
Unglaublich.
Thomas Rechberger
2011-11-18 19:52:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Thomas Rechberger
Post by Harald Maedl
Post by Thomas Rechberger
Nun scheint es wieder abwärts zu gehen. Der Kopf hängt 45° nach unten,
wird wohl doch ein Schwimmblasendefekt sein.
Erlöse das Fischlein, auch wenn es schwerfällt.
Der Fisch schwimmt seit ein paar Tagen wieder normal und frisst wieder.
Unglaublich.
Nun hat es den nächsten erwischt.
Es ist definitiv etwas mit der Schwimmblase weil
der Fisch extrem nach oben treibt.
Es betrifft immer nur einzelne Fische wie auch in
der Literatur nachzulesen ist.
Torsten
2011-11-22 11:22:41 UTC
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Raw Message
wie ist denn eigentlich der besatz?
wie groß sind denn die betroffenen fischchen?
oder - noch ne möglichkeit - wie sieht denn dein filter aus
zieht der sehr bzw entsteht ne starke strömung ( düse )
wenn die fische "nach und nach" diese verletzungen haben, deutet das nicht auf eine krankheit hin.
angriffe von größeren buntbarschen können ausreichen

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